Freitag, 22. Oktober 2010

Siemens startet eigene Elektroauto-Testflotte

Die Siemens AG will selbst Erfahrungen mit Elektroautos sammeln und startet dazu eine Testflotte. "Wir haben bislang zu wenig Erfahrung mit der Technik und den Geschäftsmodellen und wollen diese im Feldversuch testen", erklärte der Chef des Bereichs Smart Grids, Richard Hausmann, dem Handelsblatt. Ab November sollen schrittweise 100 Fahrzeuge in den Siemens-Standorten München, Erlangen und Berlin auf die Straße kommen. Im Zentrum des Flottenversuchs stehen Fragen rund um die intelligente Steuerung von Stromnetzen (Smart Grids) und den dazu notwendigen Komponenten.

"Das Elektroauto wird mittelfristig zum fahrenden Stromspeicher", prognostiziert Hausmann. Die Idee dahinter ist, dass die Batterien der Elektroautos bei starkem Wind oder Sonnenschein ein Überangebot an Strom aus erneuerbaren Energien speichern und ihn bei Bedarf wieder in die Stromnetze zurückschicken. Zudem will Siemens durch den Einsatz neuer Gleichstromnetze die Ladezeiten für Elektroautos senken. "Mit Gleichstrom können wir die Ladezeiten auf 10 bis 15 Minuten drücken", sagte Hausmann.

Die Energiesparte von Siemens bewirbt die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung als Möglichkeit, elektrische Energie "verlustarm und umweltfreundlich" über weite Strecken zu transportieren und verweist auf entsprechende Referenzprojekte in China und Indien. Auch für das sogenannte Smart Metering, also Zähler und Infrastruktur zur Erfassung und Abrechnung des Stromverbrauchs in Smart Grids, bietet Siemens Lösungen an.

Der Konzern denkt laut dpa auch über eine eigene Herstellung von Motoren für Elektroautos nach. Für seine Testflotte verwendet der Konzern aber Autos des japanischen Herstellers Suzuki, die von der Fräger-Gruppe auf Elektroantrieb umgerüstet werden. Die zur Gruppe gehörende Firma German E Cars baut Serienfahrzeuge mit Verbrennungsmotor entsprechend um. Sie bietet unter anderem mit dem Stromos eine Elektroversion des Kleinwagens Suzuki Splash an. Der Stromos wird bereits von der Technischen Universität Cottbus auf seine Eignung als Batteriepuffer im Stromnetz getestet.

Quelle: Heise

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Donnerstag, 7. Oktober 2010

Yahoo steckt Millionen in neues schweizer Rechenzentrum

Yahoo hat heute den Grundstein für ein neues Rechenzentrum in der Schweiz gelegt. Der frühere Vorstandschef Jerry Yang reiste an und betonte die Klimafreundlichkeit der Anlage.

Yahoo hat sein Bauprojekt für ein Rechenzentrum im Schweizer Kanton Vaud vorgestellt. Bei der Grundsteinlegung waren der Bürgermeister von Avenches, Jean-François Mathier, sowie Mitbegründer und Yahoo-Aufsichtsrat Jerry Yang anwesend. Vor drei Jahren hatte Yahoo bekanntgegeben, für 4,8 Millionen Franken (3,5 Millionen Euro) 36.000 Quadratmeter Land in Avenches zu kaufen. Angaben zu den Kosten für das Rechenzentrum wurden nicht gemacht.

Eine ehemalige Produktions- und Verpackungsfabrik wurde saniert, umgebaut und in ein Datenzentrum verwandelt. Hier würden verschiedene Services und Produkte von Yahoo wie die Yahoo-Startseite, Yahoo-Lifestyle, Yahoo-Sport, Yahoo-Nachrichten und Yahoo-Finanzen mit Rechenleistung unterstützt, gab das Unternehmen bekannt.

Bei der Kühlung setzt Yahoo auf ein Free-Cooling-Konzept. Die im Datenzentrum erzeugte Wärme werde dabei ausgeleitet und im Gegenzug kühle Außenluft eingebracht. "Wir sind stolz darauf, dass unser neues Rechenzentrum in puncto Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit höchste Standards setzt", sagte Yang. Die Nachrichtenagentur SDA berichtete, das Rechenzentrum in Avenches gehe im August 2011 in Betrieb.

Die neue Yahoo-Zentrale EMEA in Rolle im Schweizer Kanton Waadt befindet sich ebenfalls im Bau. EMEA steht für Europe (West- und Osteuropa), Middle East (Naher Osten) und Afrika. Das neue Bürogebäude soll Anfang 2012 bezugsbereit sein. Circa 160 Menschen werden dann dort arbeiten. Das kalifornische Unternehmen hatte sich vor zwei Jahren im Waadtland niedergelassen und beschäftigt rund 100 Menschen. Rich Riley, Senior Vice President für Yahoo Europe und Kanada erklärte, der Internetkonzern werde sich langfristig in der Region niederlassen.

http://www.golem.de/1010/78511.html

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